29. Oktober 2011

Zerstörte Kirche in Christchuch 
Ich bin nun ein Kiwi! Letzte Nacht bin nach einem guten Flug in Christchurch gelandet. Die Kontrollen dauerten diesmal alle sehr lange, aber letztendlich hab ich den Stempel nun in meinem Reisepass und das Hostel hat mich auch abgeholt, dass ich dann 2:30 Ortszeit im Bett lag.

Kiwis nennt man die Einwohner Neuseelands. Nicht zu verwechseln mit der Kiwifrucht (kiwi fruit), also die grüne Frucht mit dem braunen Pelz. Die Kiwis hier haben einen ganz anderen Akzent. Ich muß mir hier echt Mühe geben, um sie zu verstehen. Zumindest kann ich mich relativ flüssig verständigen, was mein Englisch angeht. Ein Hostelbesitzer hat mir fast schon einen Job bei der Rezeption angeboten, dafür könnte ich kostenlos dort wohnen. Mal schauen was wird.

Heute hab ich erstmal ausgeschlafen und dann die Stadt erkundet. Es wird hier nun wieder später dunkel, so hatte ich einen schönen langen Nachmittag.
Schon als ich nachts durch die Stadt gefahren bin und auch heute, wurden mir erstmal die Ausmaße des Erdbebens diesen Jahres bewust: Es gibt unendlich viele Häuser, die zerstört, schon abgerissen oder unbewohnbar sind. Das Zentrum ist nicht begehbar, es steht ein großer Zaun drum rum und es wurde zur "roten Zone deklariert". An jedem Hauseingang klebt ein Zettel: weiß, gelb oder rot. (begehbar, nur unter bestimmten Umständen und totale Einsturzgefahr). Die große Einkaufszone mit Shops und einigen Cafés wurden in Container gesteckt, weil die City ja nicht mehr begehbar ist. Viele Geschäfte sind auch außerhalb der "roten Zone" zu. 2/3 der Hostels (und natürlich die Bettenanzahl) sind nicht mehr.
Meine Pläne sind: Neues Hostel suchen. Bankkonto eröffnen. Handy-Sim-Karte (und neuseeländische Handynummer) besorgen. Steuernummer beantragen. Sind diesmal schwierigere Umstände, durch die zerstörte Stadt, und weniger Angebot und Flexibilität.

Zeitumstellung: Meine lieben Freunde und Familie! Es trennen uns nun 11 h Zeitdifferenz. Also fast ein halber Tag. Wenn ich aufstehe, geht Ihr bald ins Bett und wenn Ihr Euch hinlegt, bin ich schon in den Vormittag gestartet. Eigentlich doch nicht so schlecht zum Telefonieren oder Skypen. Mal schauen wie es klappt.

Der Frühling ist hier auch angebrochen. Tagsüber wurde die 20 Grad-Marke geknackt. (In der Nacht ist es trotzdem sehr frisch, dass ich meine Daunendecke herwünschte!) Überall zwitschern Vögel und es gibt unglaublich viele Blumen und blühende Bäume. Das konnte ich heute sehr genießen. Es ist auch total sauber auf der Straße. Im Haus wird der Müll getrennt und es wird auf die Umwelt geachtet (ganz im Gegenteil zu Südostasien).

Fazit vom Tag: Auf in ein neues Abenteuer! Sachen werden nur einfacher, wenn man sie anpackt! :) Mal schauen was wird...

1 Kommentar:

  1. Gut, daß du vom Hochwasser nicht so betroffen warst. Nun bist du endlich wohlbehalten aber allein in Neuseeland angekommen. Ich wünsche ein gutes Einleben in diesem magischen Land.

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