Die Tour die ich gebucht hatte, war schon eine interessante Erfahrung. Wir waren ca 60 Leute mit 7 Autos. Wir hatten Zelte, Selbstverpflegung, Wasser, Kocher und Geschirr und alle Genehmigungen und Plaketten fuer die Faehre und Camping. 2 Tourguides fuehrten jeweil eine Gruppe von Autos und gaben die Richtung an. Der Rest lag in unserer Verantwortung.
Ich war in einer Gruppe mit 3 Englaenderinnen, 2 Daeninnen, 1 Englaender und 1 Deutschen. Die Maedels reisten schon zusammen, so war es fuer mich schwer in die Gruppe reinzukommen. Die Gruppen wurden schon vorher von der Agentur zusammengestellt. Ich sag nur: Gruppenprozesse, Teambildung usw! Manche Firmen zahlen einen Haufen Kohle fuer solche Teamfindungsgeschichten. So viele Absprachen muessen getroffen werden: Wer soll fahren? Wer kocht? Wer baut das Zelt auf? Wieviel darf jeder essen? (Wir hatten nur eine bestimmte Anzahl an Lebensmittel mit.) Nehme ich Ruecksicht auf den anderen? Gucke ich auf meinen Nachbarn? Mit manchen Sachen hatte ich Glueck mit meiner Gruppe, mit anderen Sachen nicht. Aber so ist das, wenn man alleine reist. War auch eine Erfahrung.
Auf Fraser Island sind wir mit unsere 4-Wheel-Jeeps (4-Rad-Antrieb) den langen Strand entlanggefahren, zwischen Duenen und Wasser. Wir haben Wanderungen gemacht. Sind zu Suesswasserseen gelaufen und haben gebadet. Sind in Fluessen gewatet. Haben den Sand lieben gelernt. Haben gekocht mit den unterschiedlichsten Vorraussetzungen und Utensilien. Sind die Sandhuegel hoch- und runter gefahren (unser Auto musste nicht angeschoben werden!! :) )
Das Wetter war nicht so super: Am 1. und 3. Tag war es nass und regnerisch, kaempfe gerade mit den Anfaengen einer Erkaeltung und hoffe, es wird nichts Schlimmeres draus.
Langsam lerne ich Australien auch mit Regen zu lieben. Es ist einfach alles schoen zu finden wenn die Sonne scheint, es warm ist und man sich einfach wohl fuehlt. Es ist eine Herausforderung das Schoene auch beim Regen zu entdecken, wenn mir kalt ist, ich nass bin und mich am Liebsten in eine Wolldecke an den Ofen setzen moechte. Ich arbeite dran! :)
Der feine gelbe oder weisse Sand war wunderschoen. Die Wellen, wie sie sich am Strand brechen. Die Wasservoegel, die im Wasser waten. Der Regenwald, der anders aussieht als in den Whitsundays, aber immer noch Regenwald ist. Das kristallklare Wasser der Seen. Der Eli Creek, ein Fluss, der wunderschoen frisch und kuehl ist und es einfach angenehm ist drin zu waten. Die unterschiedlichen Menschen aus Korea, England, Deutschland, den Niederlanden - manche sind doch auch nett und angenehme Leute. Jeder Mensch wartet nur darauf "entdeckt" zu werden.
Nun wartet die naechste Herausforderung fuer mich. 1 Tag in Brisbane. Zeit zum Sachen waschen, eine neue Kamera kaufen. Das Gepaeck so aussortieren und ins Handgepaeck umverteilen, dass nur noch 20kg im Koffer sind (DAS ist eine Herausforderung). Morgen geht es dann mit dem Flugzeug nach Darwin.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen