Am Mittwoch ging meine Reise los. Ich wurde mit meinem Gepaeck von "Berd" (sprich Boerd) abgeholt. Dann wurden noch ein paar Leute eingesammelt und los ging die Reise nach "Cape Tribulation".
Erst fuhren wir durch die Zuckerrohrfelder. Dann ging es zum beruehmten Mossman Gorge, ein grosser Fluss mit dicken dicken Steinen und Stromschnellen drin.
Dann haben wir einen Zoo besucht. (Sah ein bisschen erbaermlich aus, was sich hier "Zoo" nennt.) Aber wir haben viel ueber Kaengeruhs, Krokodile, Emus, Quolls und andere Tiere gelernt. 2 besondere Highlights waren dabei: Krokodile, die extra fuer uns das Maul aufreissen und in die Hoehe springen. Und Kaenguruhs streicheln und fuettern.
Mehrere Erkenntnisse und Wissensluecken hab ich gefuellt:
Kaenguruhs sind nicht so kuschelig, wie die aus Pluesch. Sie haben ganz schoene Energie (streichle ein Kaenguruh nie von vorne nur von der Seite) koennen weit und hoch springen. Die Weibchen sind ganz schoen clever. Wenn die werdenden Mamas zu schlechte Bedingungen in der Natur haben, dann halten sie einfach die Geburt zurueck und warten auf bessere Umstaende. Kaenguruhs im Beutel der Mama werden "Joey" genannt.
Dann waren wir im Regenwald. Die Pflanzen haben ja die tollsten Namen und Eigenschaften. Farnkoerbe (weil die Farne in hohen Wipfeln der Baeume wie ein Korb wachsen), "hairy Mary" (haarige Maria): eine Pflanze mit Aesten und Zweigen mit lauter feinen Nadeln dran, sieht aus wie Haaere, stachelt aber. Walking Trees (da musste ich an Herr der Ringe denken): die Baeume bekommen neue Wurzeln, die in die andere Ricntung wachsen z.B. Richtung Sonne. Sie "laufen" sozusagen.
Dann haben wir an einem besonderen Aussichtspunkt Halt gemacht und sind dann zum Cape Tribulation gefahren, wo ich zu meiner Unterkunft gebracht wurde. Ich hatte 2 Tage fuer mich alleine. Cape Tribulation (Kap des Truebsals/ der Verzweiflung) heisst so, weil Kapitaen Cook hier "trouble" hatte. Er ist mit seinem Boot auf Grund gelaufen und musste hier eine Woche aushaare um es zu reparieren. Kap der Verzweifelung.
Fuer mich war es auch ein Kap der Verzweifelung: Als der Bus den Fluss mit einer Faehre ueberquerte, sagte unser Guide, dass von nun an kein Telefonempfang mehr ist. Und fuers Internet haben sich die Preise auch verdreifacht. Ich wusste, dass es im hohen Norden von Queensland so ist, aber HIER?? Pause war angesagt. Ein kleiner Vorgeschmack aufs Outback...
Sonst war es auch total ruhig dort. Kaum ein Mensch in meiner Unterkunft (Campingplatz mit paar Bungalows) und am Strand und ueberhaupt. Einsam. Ruhig. Nach Cairns und meinem Hostel eine Umstellung und gewoehnungsbeduerftig. Habe dann auf eigener Faust ein paar Wanderungen zum Kap und den Regenwald gemacht, am Pool und am Strand gefaulenzt und bin zu einem Swimminghole gelaufen. Hab mich echt gewundert was das war, aber eben eine Badestelle. In einem kleinen Fluss. Erfrischend kuehles Wasser!
Am Donnerstag ging es dann wieder weiter, ich wurde abgeholt und wir haben eine Bootstour gemacht. Um Krokodile und andere Tiere anzusehen. Wir haben tatsaechlich 3 Babykrokodile gesehen, die sich gesonnt haben, einen gruenen Frosch, der hier auch auf jedem Plakat zu sehen ist und eine Baumschlange. Ein Mann war der Meinung, dass sie die Tiere aus Plastik in die Landschaft geklebt haben, damit wir Touristen ein Erfolgserlebnis haben! Dieser Typ musste auch die ganze Zeit rummeckern anstatt die Natur zu geniessen. Egal ob es Plastik war oder nicht (zumindest das Krokodil hat sich mal bewegt), mir hat es gefallen und ich lass mir nicht den Spass von irgendwelchen Typen verderben!
Heute habe ich noch einen Spaziergang zum Leuchtturm gemacht. Dieser war jedoch enttaeuschend! So einen Mini-Leuchtturm hab ich noch nie gesehen! 2 m hoch. Keine Ahnung, ob die Schiffe damals was gesehen haben.
Den Rest des Tages hab ich dann am Strand verbracht. Und Leute, es waren wirklich unglaubliche 29 Grad IM Wasser! 29! War pubwarm wie in der Badewanne!
Leider ist hier nun wirklich die Marine Stinger Season angebrochen, d.h. fiese Quallen schwimmen hier rum, die brennen wie Feuer. Man soll sofort Essig raufkippen (statt Rettungsringe haengen hier Essigflaschen am Strandzugang) und zum Arzt gehen.
Damit aber alle baden koennen, werden Netze im Wasser gespannt. Ca. 30mx30m mit Zugang zum Strand. Fuehlte mich ein bisschen eingesperrt, aber immerhin konnten wir gefahrlos baden.
Nun bin ich wieder in Cairns im Hostel und freu mich auf die Tour morgen mit Ryoko.
Bitte verzeiht mir das grosse Foto! Maren beim Kaenguruh fuettern! :) Entweder macht Blogspot es zu klein oder zu gross... wird noch geaendert.
Lass Dich nicht auffuttern, pass auf Dich auf, lg dm
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